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Deutsche experimentelle Lyrik und Übersetzung
Max Benses Gedicht"Jetzt"und die Transformationsprozesse seiner Übertragung ins argentinische Spanisch
pp. 181-197
Abstrakt
Max Benses frühzeitiger Wagemut, sein Interesse an Naturwissenschaft und Technik, die seine Praxis als Dichter und Philosoph begleitet und beeinflusst haben, machten ihn unbestrittenermaßen zu einem experimentellen Künstler wie auch Kunsttheoretiker. Die von der Auseinandersetzung mit Bense angestoßene Erfahrung, Literatur aus neuen Blickwinkeln zu betrachten und die Trennung von Wissenschaft und Kunst, Maschine und Mensch, Struktur und Sinn, Theorie und Praxis, Ästhetik und Technik, ja Natur und Kultur aufzuheben, beeinflusste entscheidend meine eigene Art und Weise, poetische Übersetzungen zu beurteilen und zu praktizieren. Die Verbreitung der Literatur durch Übersetzungen, wie Walter Benjamin sie in seinem berühmten Essay verstanden hat, ermöglicht es nun literarischen Werken, utopisch und uchronisch zu überleben, also die Grenzen der Sprache, der Zeit, der Geografie zu überschreiten. Darum nenne ich dieses Phänomen, diese alte Tradition La Diáspora de la Escritura.
Publication details
Published in:
Uhl Elke, Zittel Claus (2018) Max Bense: Weltprogrammierung. Stuttgart, Metzler.
Seiten: 181-197
DOI: 10.1007/978-3-476-04702-1_13
Referenz:
Romano Sued Susana (2018) „Deutsche experimentelle Lyrik und Übersetzung: Max Benses Gedicht"Jetzt"und die Transformationsprozesse seiner Übertragung ins argentinische Spanisch“, In: E. Uhl & C. Zittel (Hrsg.), Max Bense, Stuttgart, Metzler, 181–197.