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Gestalt-, Ganzheits- und Feldpsychologie
pp. 240-256
Abstrakt
Es kann nicht Aufgabe dieser Arbeit sein, einen umfassenden Überblick über die Gestaltund Ganzheitspsychologie bzw. deren Zusammenhänge und Unterschiede zu geben, vielmehr soll hier nur insoferne auf sie eingegangen werden, als diese zahlreiche erkenntnis-, wahrnehmungs- und systemtheoretische Aspekte betont haben, die durch ihre inhaltliche Verwandtschaft zum Radikalen Konstruktivismus hervorstechen. Wie ROTH (1985, S. 228) hervorhebt, ist diese Nähe bisher nicht richtig erkannt worden. Das rührt teilweise daher, daß äußerst unterschiedliche Begriffe verwendet werden und wurden, bzw. daß diese Ansätze zu äußerst unterschiedlichen Zeitpunkten ihre Systeme entwickelt haben. Auch läßt sich bis auf ganz wenige Ausnahmen vermuten, daß keine Kenntnis von der jeweils anderen Forschungsrichtung vorhanden war. Gerade im Zusammenhang von Gestaltpsychologie und Systembegriff muß darauf verwiesen werden, daß die Gestaltpsychologie den Systembegriff in Anlehnung an MACH verwendete. Dieser betonte im Rückgriff auf physikalische Systeme (etwa elektromagnetische Felder), daß Außeneinflüsse auf dieses Feld nicht nur im Sinne der Nahewirkung den berührten Teil des Systems beeinflussen, sondern in der Folgewirkung das gesamte System (vgl. MILLER 1986, S. 83).
Publication details
Published in:
Stangl Werner (1989) Das neue Paradigma der Psychologie: die Psychologie im Diskurs des radikalen Konstruktivismus. Wiesbaden, Vieweg+Teubner.
Seiten: 240-256
DOI: 10.1007/978-3-322-91117-9_13
Referenz:
Stangl Werner (1989) Gestalt-, Ganzheits- und Feldpsychologie, In: Das neue Paradigma der Psychologie, Wiesbaden, Vieweg+Teubner, 240–256.