Max Scheler
Gesellschaft

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221651

Die Moral der Gesellschaft im Spiegel der Massenmedien

Andreas Ziemann

pp. 237-276

Abstrakt

Die folgenden Ausführungen fokussieren auf die Massenmedien als gleichermaßen neue wie auch spezialisierte Moral-Agenturen der spätmodernen Gesellschaft. Massenmedien fertigen – so die Grundthese – nicht nur Selbstbeschreibungen der Gesellschaft an, archivieren Wissen, leisten ent- und bezaubernde Unterhaltung und vermitteln eine teils national begrenzte, teils weltweit gleichförmige und integrative Wirklichkeit, sondern sie alarmieren auch mittels moralischer Kriterien und Beobachtungsweisen die Gesellschaft (über sich selbst). Es ist das strukturelle Kernprinzip der gegenwärtigen Gesellschaftsform, dass alles, was bekannt bzw. ›öffentlich‹ werden soll, alle Beschreibungen der Welt und der Gesellschaft (in der Gesellschaft) durch die Selektions- und Produktionsmaschinerie der Massenmedien hindurch muss. Entsprechend ist es die vorrangige Funktion der Massenmedien, eine (welt-)gesellschaftsweit gleiche Informiertheit wie auch Realität herstellen oder zumindest unterstellen zu können.

Publication details

Published in:

Ziemann Andreas (2011) Medienkultur und Gesellschaftsstruktur: Soziologische Analysen. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Seiten: 237-276

DOI: 10.1007/978-3-531-93149-4_7

Referenz:

Ziemann Andreas (2011) Die Moral der Gesellschaft im Spiegel der Massenmedien, In: Medienkultur und Gesellschaftsstruktur, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 237–276.