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Die ontologische Dimension von institutioneller Macht, Normativitäts- und Rationalitätsmustern
pp. 113-135
Abstrakt
Dass der Begriff der Macht eng mit dem Institutionenbegriff verwoben ist, steht außer Zweifel. Um Macht geht es im Binnenverhältnis der Institutionsangehörigen ebenso wie im Außenverhältnis der Institutionen, nämlich im Verhältnis von Institutionen zu anderen Institutionen, aber auch im Verhältnis der Institutionen zu den institutionsunterworfenen Praxen handelnder Individuen. In welcher Hinsicht auch immer, stets bedeutet Institutionsunterworfenheit auch Machtunterworfenheit. Nun sind Machtstrukturen im sozialen Raum omnipräsent. Wenn überhaupt, dann gibt es machtfreie Praxen nur in wenigen kleinen außerinstitutionellen Räumen. Aber sind beispielsweise Interessengemeinschaften, Freundschaften oder Liebesbeziehungen wirklich machtfrei? Diese Frage wird in den folgenden Überlegungen unbeantwortet bleiben, da hier nur die Ontologie von institutionellen Machtausübungen thematisiert werden kann, nicht die Ontologie von Macht als solcher.
Publication details
Published in:
Albert Gert, Greshoff Rainer, Schützeichel Rainer (2010) Dimensionen und Konzeptionen von Sozialität. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Seiten: 113-135
DOI: 10.1007/978-3-531-92519-6_7
Referenz:
Schönrich Gerhard (2010) „Die ontologische Dimension von institutioneller Macht, Normativitäts- und Rationalitätsmustern“, In: G. Albert, R. Greshoff & R. Schützeichel (Hrsg.), Dimensionen und Konzeptionen von Sozialität, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 113–135.