Max Scheler
Gesellschaft

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222957

Musik-Verstehen jenseits der Sprache

Zum Metaphorischen in der Musik

Simone Mahrenholz

pp. 219-236

Abstrakt

Musik mit Worten beschreiben heißt immer, so etwas wie eine Wunde schlagen, eine Kluft bilden. Dies rührt her aus einem Verlust, einem Verletzen: aus jenem Riß, der mit dem Über-Setzen zwischen einem vorweisenden und einem verweisenden Symbolsystem einhergeht, zwischen einem, das zeigt, und einem, das spricht. Jede Verbindung zwischen dieser Klangstruktur und diesem beschreibenden Wort ist fragil, alternativehaltig, und selbst die besten Argumente für sie verlieren nie ganz ihren werbenden Charakter. So haben gerade die stärksten Texte zur Musik ein unübersehbar künstlerisches Element.

Publication details

Published in:

Polth Michael, Schwab-Felisch Oliver, Thorau Christian (2000) Klang — Struktur — Metapher: Musikalische Analyse zwischen Phänomen und Begriff. Stuttgart, Metzler.

Seiten: 219-236

DOI: 10.1007/978-3-476-01901-1_11

Referenz:

Mahrenholz Simone (2000) „Musik-Verstehen jenseits der Sprache: Zum Metaphorischen in der Musik“, In: M. Polth, O. Schwab-Felisch & C. Thorau (Hrsg.), Klang — Struktur — Metapher, Stuttgart, Metzler, 219–236.