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Musik-Verstehen jenseits der Sprache
Zum Metaphorischen in der Musik
pp. 219-236
Abstrakt
Musik mit Worten beschreiben heißt immer, so etwas wie eine Wunde schlagen, eine Kluft bilden. Dies rührt her aus einem Verlust, einem Verletzen: aus jenem Riß, der mit dem Über-Setzen zwischen einem vorweisenden und einem verweisenden Symbolsystem einhergeht, zwischen einem, das zeigt, und einem, das spricht. Jede Verbindung zwischen dieser Klangstruktur und diesem beschreibenden Wort ist fragil, alternativehaltig, und selbst die besten Argumente für sie verlieren nie ganz ihren werbenden Charakter. So haben gerade die stärksten Texte zur Musik ein unübersehbar künstlerisches Element.
Publication details
Published in:
Polth Michael, Schwab-Felisch Oliver, Thorau Christian (2000) Klang — Struktur — Metapher: Musikalische Analyse zwischen Phänomen und Begriff. Stuttgart, Metzler.
Seiten: 219-236
DOI: 10.1007/978-3-476-01901-1_11
Referenz:
Mahrenholz Simone (2000) „Musik-Verstehen jenseits der Sprache: Zum Metaphorischen in der Musik“, In: M. Polth, O. Schwab-Felisch & C. Thorau (Hrsg.), Klang — Struktur — Metapher, Stuttgart, Metzler, 219–236.