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"Von der Zumutung höchster Ansprüche"
Die Rundfunkarbeit von Alfred Andersch am Beispiel des Frankfurter Abendstudios. Ein Bericht aus dem Rundfunkarchiv
pp. 231-251
Abstrakt
Alfred Andersch war in drei Funkhäusern als Redakteur tätig: in Frankfurt, Hamburg und Stuttgart. In Stuttgart, beim früheren Süddeutschen Rundfunk, wurde von Archivaren alles gesammelt, was er redaktionell und als Autor hinterlassen hatte: Sendungen, Manuskripte, interne und externe Korrespondenz. Matthias Liebe konnte diese Materialien für sein Buch über Andersch und den Radio-Essay auswerten.1 In Frankfurt und Hamburg hat sich dagegen nur wenig erhalten. In Frankfurt wurden die Papierarchive gleich zweimal gründlich gelichtet, zum ersten Mal Anfang der 1950er Jahre beim Umzug von der Eschersheimer Landstraße in das neue Funkhaus am Dornbusch und dann rund zehn Jahre später, als das Motto ausgegeben wurde: »Wir sind kein Archiv, sondern ein Sender.« Damals ging fast das gesamte Bildarchiv verloren, neben den Korrespondenzen der Redaktionen, zum Beispiel mit Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Siegfried Lenz, Martin Walser, Hans Magnus Enzensberger, Ingeborg Bachmann oder Arno Schmidt.
Publication details
Published in:
Ächtler Norman (2016) Alfred Andersch: engagierte Autorschaft im Literatursystem der Bundesrepublik. Stuttgart, Metzler.
Seiten: 231-251
DOI: 10.1007/978-3-476-05482-1_12
Referenz:
Sarkowicz Hans (2016) „"Von der Zumutung höchster Ansprüche": Die Rundfunkarbeit von Alfred Andersch am Beispiel des Frankfurter Abendstudios. Ein Bericht aus dem Rundfunkarchiv“, In: N. Ächtler (Hrsg.), Alfred Andersch, Stuttgart, Metzler, 231–251.