Repository | Buch | Kapitel
Vom Gebrauch der Wissenschaft
pp. 119-163
Abstrakt
Im vierten Kapitel wird gezeigt, dass die Feldtheorie nicht nur ein wissenschaftssoziologischer Theoriebeitrag ist, sondern zugleich die theoretisch-konzeptionelle Grundlage zur praktischen Umsetzung der Reflexivitäts-Programmatik darstellt. Dazu wird zunächst Bourdieus Forderung nach einer kollektiven Selbstanalyse der Wissenschaft aufgegriffen, um anschließend seine Wissenschaftstheorie im Geiste der Kritischen Theorie zu beleuchten. Zur besseren Verortung der politischen und erkenntnistheoretischen Implikationen der Bourdieu'schen Theorie erscheint ein Rückgriff auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu Jürgen Habermas' Theorie des kommunikativen Handelns hilfreich. Bourdieu bezieht sich in seiner Wissenschaftssoziologie wiederholt, aber eher beiläufig auf Habermas. Allerdings leitet er von ihm zentrale Aspekte seiner Forderung nach einer Realpolitik der Vernunft ab. Aus diesem Grund werden die zentralen Parallelen rekonstruiert, um Bourdieus Gedankengang und die politischen Konsequenzen seiner Erkenntniskritik nachvollziehbar zu machen.
Publication details
Published in:
Lenger Alexander, Rhein Philipp (2018) Die Wissenschaftssoziologie Pierre Bourdieus. Dordrecht, Springer.
Seiten: 119-163
DOI: 10.1007/978-3-658-21903-1_4
Referenz:
Lenger Alexander, Rhein Philipp (2018) Vom Gebrauch der Wissenschaft, In: Die Wissenschaftssoziologie Pierre Bourdieus, Dordrecht, Springer, 119–163.