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Rechtsphilosophie zwischen 1860 und 1960
pp. 160-170
Abstrakt
Als Gegenbewegung gegen die spekulativen Höhenflüge des Idealismus einerseits, und den von vielen als philosophisch unbefriedigend empfundenen Positivismus andererseits entwickelte sich in Deutschland ab der 2. Hälfte des 19. Jh.s eine Bewegung »Zurück zu Kant!« – der Neukantianismus. In der deutschen Rechtsphilosophie wird häufig auf ihn Bezug genommen, ohne dass immer klar wäre, worin genau das spezifisch neukantianische Element einer bestimmten Position liegen soll. Der bekannteste Impulsgeber des Neukantianismus war Otto Liebmann, der in seinem mit jugendlichem Enthusiasmus geschriebenen Buch Kant und die Epigonen (1865) die zeitgenössische Philosophie kritisch durchmusterte und jedes Kapitel mit der Mahnung »Also muss auf Kant zurückgegangen werden!« abschloss.
Publication details
Published in:
Hilgendorf Eric, Joerden Jan C. (2017) Handbuch Rechtsphilosophie. Stuttgart, Metzler.
Seiten: 160-170
DOI: 10.1007/978-3-476-05309-1_26
Referenz:
Hilgendorf Eric (2017) „Rechtsphilosophie zwischen 1860 und 1960“, In: E. Hilgendorf & J. C. Joerden (Hrsg.), Handbuch Rechtsphilosophie, Stuttgart, Metzler, 160–170.