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Technologie zwischen Eigenem und Fremden
Perspektiven einer interdisziplinären Anthropologie
pp. 189-215
Abstrakt
Der moderne Mensch hat ein ambivalentes Verhältnis zu seiner technischen Umwelt: Einerseits besitzt er technische Objekte, sie sind sein eigen und er strebt danach, sein technologisches Netzwerk ständig zu erweitern und zu erneuern. Andererseits bleiben die ihn umgebenden Objekte ihm immer ein Stück weit fremd, er kann sie ohne Spezialwissen nicht eigenhändig reparieren, versteht ihr Innenleben nicht oder fürchtet gar, dass sich das Machtverhältnis umkehrt und der Mensch nicht länger technische Objekte besitzt und handhabt, sondern von ihnen besessen und gesteuert wird. Diese Vertrautheit und gleichzeitige Fremdheit der Technik scheint ein Kennzeichen der sozio-technischen Netzwerke zu sein, in denen wir uns bewegen.
Publication details
Published in:
Hartung Gerald, Herrgen Matthias (2019) Das Eigene & das Fremde: Jahrbuch 6/2018. Dordrecht, Springer.
Seiten: 189-215
DOI: 10.1007/978-3-658-24869-7_13
Referenz:
Schick Johannes (2019) „Technologie zwischen Eigenem und Fremden: Perspektiven einer interdisziplinären Anthropologie“, In: G. Hartung & M. Herrgen (Hrsg.), Das Eigene & das Fremde, Dordrecht, Springer, 189–215.