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Organisation
pp. 335-360
Abstrakt
"Die folgenden Überlegungen […] gehen von der Annahme aus, daß soziale Systeme ganz allgemein und ohne Ausnahme sich als selbstreferentielle autopoietische Systeme bilden und daß dies deshalb auch für organisierte soziale Systeme gelten muß. […] Auf dieser Theoriegrundlage können organisierte Sozialsysteme begriffen werden als Systeme, die aus Entscheidungen bestehen und die Entscheidungen, aus denen sie bestehen, durch die Entscheidungen, aus denen sie bestehen, selbst anfertigen. Mit ‚Entscheidung" ist dabei nicht ein psychischer Vorgang gemeint, sondern eine Kommunikation; nicht ein psychisches Ereignis, eine bewußtseinsinterne Selbstfestlegung, sondern ein soziales Ereignis. Deshalb kann man auch nicht sagen, daß Entscheidungen, nachdem sie getroffen sind, noch kommuniziert werden müssen. Entscheidungen sind Kommunikationen – was natürlich nicht ausschließt, daß man über Entscheidungen kommunizieren kann."
Publication details
Published in:
Luhmann Niklas (2019) Schriften zur Organisation 2: Theorie organisierter Sozialsysteme. Dordrecht, Springer.
Seiten: 335-360
DOI: 10.1007/978-3-658-23210-8_12
Referenz:
Luhmann Niklas (2019) Organisation, In: Schriften zur Organisation 2, Dordrecht, Springer, 335–360.