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Kollektiver Eigensinn oder Selbstbehinderung?
pp. 233-254
Abstrakt
Normative Vorstellungen über das Passieren von Lebensphasen richten sich oft auf den Körper, seine Form und sein Funktionieren. Abweichungen von solchen Normen werden u.a. in medizinischen Diagnosemanualen festgehalten. Als eine solche Abweichung gilt das exzessive Hungern in der Pubertät, das als pathologische Reaktion auf die Veränderungen des eigenen Körpers und die Anforderungen einer Statuspassage beschrieben wird. Am Beispiel einer Gruppierung namens "Pro-Ana", welche das exzessive Hungern nicht als zu überwindende Krankheit, sondern als sinnhafte und legitime Form der Lebensführung darstellt, diskutieren wir die Konflikte, die eigensinnige Körperdeutungen und -performanzen ins Leben rufen können, insbesondere wenn die betreffenden Akteure Kinder und Jugendliche sind und ihrem Wissen im Internet Ausdruck verleihen.
Publication details
Published in:
Keller Reiner, Meuser Michael (2017) Alter(n) und vergängliche Körper. Dordrecht, Springer.
Seiten: 233-254
DOI: 10.1007/978-3-658-10420-7_11
Referenz:
Schünzel Anja, Traue Boris (2017) „Kollektiver Eigensinn oder Selbstbehinderung?“, In: R. Keller & M. Meuser (Hrsg.), Alter(n) und vergängliche Körper, Dordrecht, Springer, 233–254.