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Genossenschaft
pp. 105-108
Abstrakt
ein auf der Basis von Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung erfolgender, von gleichberechtigten Individuen oder Gruppen betriebener, auf Dauer angelegter, (meist) freiwilliger Zusammenschluß zur gemeinsamen Erzielung von sozio-ökonom. Erträgen in Form von Leistungen und Nutzungen, welche von den Mitgliedern in Vereinzelung nicht oder nicht effizient genug erstellt werden können. In ihrer Kombination sind für die G. als Organisationsform folgende Merkmale typisch und soz. bedeutsam: 1. die Personen- statt Kapitalvereinigung, 2. zumindest partielles Gruppeneigentum, 3. Bedarfs- statt Gewinnorientierung, 4. die Identität von Trägern und Nutzern, 5. die kooperative Nutzenstiftung, 6. die prinzipiell demokratische Willensbildung nach Mehrheiten (one man, one vote).
Publication details
Published in:
(1992) Grundbegriffe der Soziologie. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Seiten: 105-108
DOI: 10.1007/978-3-663-14856-2_39
Referenz:
Hettlage Robert (1992) „Genossenschaft“, In: , Grundbegriffe der Soziologie, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 105–108.